Scuba Tauchen und Schnorcheln im Great Barrier Reef

Geschrieben am Dezember 12th, 2009 von André in Reise

Am Freitag war es endlich soweit und ich durfte früh am Morgen an Bord der Osprey V gehen. Das schnelle Boot brachte uns dann in etwa ein einhalb Stunden raus aufs Great Barrier Reef zu unserer ersten Position. Anfangs waren viele Seekrank, da das Boot sich zwar sehr schnell durchs Wasser bewegte, nicht jedoch stabil. In allen Ecken sah man Personen, die sich übergaben.

Zum Glück lies dies mit der Zeit nach und als wir dann unsere Vorbesprechung zur Scuba Einführung hatten, mussten nur noch zwei Personen den Raum vorzeitig verlassen. In den etwa 30 Minuten theoretischer Einführung wurden uns einige Handzeichen erklärt und kurz umrissen, wie der Tauchgang ablaufen würde. Dann wurden wir Tauchgruppen zugewiesen, je vier Gäste in einer Gruppe.

Leider war das auch schon alles interessante an der Anfahrt, ansonsten gab es nichts zu sehen. Meine Kamera bekam kein einziges Foto ab, da die Divesites über dem Wasser schlichtweg langweilig aussahen. Einzig eine kleine Färbung im Wasser deutete darauf hin, was unter der Wasseroberfläche abging. Allerdings hatte ich mir vorher bereits eine „Einmal Unterwasserkamera“ gekauft (später erfuhr ich, dass es für acht Dollar mehr auch eine gibt, bei der man den Film wechseln kann 🙁 ). Fotos folgen hier also irgendwann mal…

Ich hatte bis zu meinem Tauchgang noch ein wenig Zeit und stieg deswegen mit meiner Stingersuit (ein Ganzkörperkondom aus dünnem Latex) ins Wasser um ein wenig zu schnorcheln. Leider war das Wetter an der ersten Position extrem schlecht, weniger als fünf Meter Sichtweite und teils sehr hohe Wellen. Deswegen blieb ich nur ein paar Minuten im Wasser.

Kurz darauf ging es dann aber auch schon ans Tauchen selbst. Viel Vorbereiten brauchte ich nicht, dafür gab es zum Glück die vielen, vielen Helfer. Ich bekam meinen Gürtel mit Gewichten, setzte mich auf die Kante am Boot und bekam dort den Tank umgeschnallt. Dann eine kurze Einführung, wie was funktioniert und dann hieß es am Steg/Sprosse festhalten und ab ins Wasser.

Als ich das erste Mal meinen Kopf unter Wasser steckte, war die Reaktion pure Panik. Sofort erinnerte ich mich wieder an den Vorfall mit vier, das dunkelgrüne Wasser und meine Panik/Angst vorm Ertrinken. Ich beruhigte mich aber schnell wieder, vor allem wegen der netten Helfer die die ganze Zeit anwesend waren und sowohl über der Wasserkante als auch unter Wasser Hilfe leisteten. Nach zwei weiteren Anläufen war ich dann sicher genug und blieb unter Wasser. Nach einem kurzen Handzeichen an meinen Instructor griff dieser dann meinen Arm und gab das Abtauchen Signal.

Ich lies die letzte Sprosse los und sofort begannen wir mit dem Abstieg. Sicher geführt am Arm ging es dann einige Meter tief. Die Sicht war hier unter Wasser noch schlechter wie über Wasser, überall nur ein grau in grau. Ich redete mir dann aber immer wieder vor, dass es nur ein Pool ist und mir nichts passiert und konzentrierte mich voll auf das richtige Atmen. So verpasste ich dann auch fast die ersten Tiere im Riff selbst.

Die Sicht war zwar auch am Boden schlecht, trotzdem konnten wir einige Tiere und natürlich Korallen sehen. Wegen des Wetters kam leider nur relativ wenig Licht an den Boden, weswegen alles eher blass wirkte. Dies kann natürlich auch an dem viel zu warmen Wasser (Temperatur: 29 Grad) liegen, denn dies ist für das Riff ungesund und kann hier sogar zum Absterben von Korallen und anderen Tieren führen.

Der Tauchgang ging etwa eine halbe Stunde. Nach dem Auftauchen schaute ich dann noch einmal auf mein SPG (das zeigt den Druck im Lufttank an) und erschrak ein wenig, denn der Luftdruck war auf das letzte Drittel im roten Bereich abgefallen. Aber gut, ich war wieder sicher auf dem Boot angekommen und war erleichtert, begeistert und umheimlich stolz. Ich hatte einen Dämon meiner Vergangenheit bezwungen… und das fühlt sich verdammt geil an.

Nach dem Tauchgang war ich relativ K.O., was aber nicht weiter schlimm war, denn kurz darauf ging es direkt weiter zur zweiten Position. Diese war weiter abgeschieden von den üblichen Stellen und nur sehr wenige Taucher kamen hier her. So haben wir die erste Stelle mit vier anderen Booten geteilt, bei der zweiten waren keine anderen Gruppen anwesend.

Zudem war die Sicht hier deutlich besser – bereits von der Wasseroberfläche aus konnte man das Riff super beobachten. So kam es dann auch, dass ich die zwei Stunden auf dieser Stelle fast ausschließlich im Wasser mit Schnorcheln verbrachte. Ich sah viele verschiedene Fische und konnte unglaublich viele, verschiedene Farben sehen. Die Vielfalt an Leben hier ist kaum in Worte zu fassen – einfach unbeschreiblich.

Nach dem Schnorcheln ging es dann direkt und auf schnellstem Weg zurück nach Cairns. Auf dem Rückweg versuchte sich der 1. Maat (oder so) noch als Selbstunterhalter und gab einige Lieder (u.a. „Land Down Under) und einige Töne auf dem Didgeridoo zu Gute. Nach der Ankunft erhielten dann alle Ersttaucher noch eine Urkunde über den Tauchgang… und ein traumhafter Tag war zu Ende.

Ja… und dann… ach, das kommt morgen.

Hervey Bay, „Hostel“? und eine Fähre

Geschrieben am November 28th, 2009 von André in Reise

Nach Brisbane ging es für mich nach Hervey Bay. Dieser kleine Ort an der Ostküste von Australien ist im Endeffekt nur ein Sprungbrett nach Fraser Island, oder wie es die Aborigines der Badtjala nennen, K’Gari. Die Schöpfungsgeschichte zu dem kleinen Stück Land ist sehr interessant und kann auf Wikipedia nachgelesen werden. Nur so viel dazu: Der Begriff wird übersetzt mit „Paradies„.

Nun bin ich also in Hervey Bay angekommen. Ähnlich wie in Brisbane, hatte ich auch hier wieder kein Hostel vorab gebucht. Am Transit-Terminal standen dann auch, wie erwartet, eine ganze Reihe von Bussen verschiedener Hostel. Leider konnte ich partout die Fahrer nicht ausmachen, lediglich einer trieb sich dort rum. Nach einigem Suchen entschloss ich mich dann zu dem einzigen, anwesenden Fahrer einzusteigen. Das Hostel selbst hieß „Kookokabuh“ (oder so ähnlich). Nach kurzer Fahrt kamen wir dann schon an – und Überraschung:
Im Gegensatz zu den meisten Hostels lag dieses nicht weit außerhalb, sondern fast direkt auf der Hauptstraße. Der Preis von 22 Dollar war auch vollkommen in Ordnung.

Das Hostel selbst ist eher komisch. Es ist ein großes Haus. Im Eingangsbereich gibt es ein vom Besitzer geführtes, griechisches Restaurant. Am Hauptgang befinden sich dann einige Dorms, während auf den Aussenseiten überall „Suiten“ sind, die dann passend zu einem Hotel auch voll ausgestattet sind. Für die Backpacker gibt es dann draussen unter einem Verschlag einen kleinen Campingherd sowie ein paar Waschmaschinen, Trockner und einen großen Kühlschrank.
Das alles wirkt eher etwas einfach und bißchen improvisiert. Ich denke, der Besitzer wollte dort mal ein kleines Hotel aufbauen, hat damit jedoch nicht genug Besucher bekommen und ist deswegen zusätzlich auf Backacker umgestiegen. Trotzdem war das Hostel gemütlich und halt auch sehr nah bei der großen Shoppingmeile.

Am Samstag morgen war dann Aufregung angesagt, da sich alle Backpacker für die Fähre nach Fraser Island bereit machten. Ich wurde um kurz nach Sieben abgeholt. Noch fix die eMail Adresse mit einer anderen Backpackerin ausgetauscht und dann ging es los. Kurz darauf war ich schon auf der Fähre. Da es auch eine Autofähre war, ging es relativ gemächlich rüber.

Irgendwann hörte ich noch eine Unruhe vom Italiener und dem Hamburger (letztlich wurde jeder in unserer Gruppe nur noch nach Herkunft gerufen). Als ich nach Backbord ging um mal nachzuschauen, bekam ich direkt ein Foto vor die Nase gehalten. Da hatte doch tatsächlich ein Delfin kurz die Fähre begleitet. Leider war ich nicht schnell genug und so kann ich noch immer nicht behaupten, ich hätte Delfine in Down Under gesehen. Aber ich habe noch Hoffnungen, da es in und um Cairns viele geben soll.

Neue Fotos – Opera Haus von Nord Sydney

Geschrieben am Oktober 2nd, 2009 von André in Fotografien

Vor ein paar Tagen machte ich mich mal wieder zu einem Spaziergang auf und landete im Norden von Sydney, jenseits der Bucht. Dort kommt man relativ leicht hin, wenn man bereit ist gut 20 Minuten zu Laufen.

So lange braucht es, um die Harbour Bridge zu meistern. Auf der anderen Seite der Bucht gibt es neben einer genialen Ansicht auch den Luna Park, einen kleinen Freizeitpark mit einer Achterbahn, ein paar kleinen Buden und ein paar Kinderfahrten. Da man hier immer pro Fahrt bezahlt, kann man nach belieben in den Park rein und raus…

Direkt am Wasser gibt es einen Steg auf dem man ein wenig wandern kann oder auch einfach mal die Gedanken kreisen. Und wie soll es anders sein… auch hier tummel sich verschiedenste Tiere. Dieser kleine Vogel war bereit ein wenig zu posieren. Was haltet ihr von den zwei Fotos?