Digitale Photomedia: Ergebnisse der finalen Aufgabe

Geschrieben am Juni 21st, 2010 von André in Fotografien, Uni / Studium

Heute gibt es mal wieder ein paar Fotos – aber nicht irgendwelche, sondern die Ergebnisse der finalen Aufgabe meines Kurses „Digital Photomedia“, den ich während meines Auslandssemesters an der University of Technology (UTS) belegte.

Der Kurs

In dem Kurs „Digital Photomedia“ wollten wir uns detailliert mit den Möglichkeiten der digitalen Fotomanipulation auseinander setzen. Hierzu studierten wir zunächst einige Fotografen in Form von Einzelreferaten der einzelnen Studenten. In den darauf folgenden Kursen referierte unser Dozent jeweils einige Möglichkeiten der Manipulation und brachte diese in einen geschichtlichen Zusammenhang, oftmals mit Exkursionen zur analogen Fotografie und der Arbeit in der Dunkelkammer.

Gleichzeitig lehrte man uns aber auch, wie wir diese Techniken selbst anwenden können. Somit bestand jede Stunde auch immer zu einem gewissen Teil aus praktischer Arbeit. Der Kurs selbst bestand zu etwa 2/3 aus einheimischen Studenten und zu etwa 1/3 aus internationalen. Hier lernte ich etwa auch Bryan kennen, mit dem ich später noch so einige Partynächte verbrachte.

Die Aufgabe

Natürlich sollte es zum Abschluß des Kurses auch eine Aufgabe geben, bei der wir unsere Fähigkeiten wie auch unsere Kreativität einbringen lassen sollten. Inspiriert von verschiedenen Künstlern sollten wir unsere ganz eigene Variante des Themas „Subjektive Realität“ (en: subjective reality) erschaffen. Dabei war uns realtiv freie Hand gelassen, so lange wir uns im etwa an das Thema hielten. Einige Studenten kamen am Ende mit nahezu perfekt retouschierten Fotografien an, während andere z.T. sehr aufwändige Fakefotos erstellten und sichtbar die Realität verzerrten.
Die drei entstandenen Fotografien sollten zudem eine zusammenhängende Serie darstellen.

Meine Idee war es von vornherein, bei den Fotografien möglichst nahe an der Realität zu bleiben. Gleichzeitig wollte ich aber auch meine Message klar kommunizieren. Ich schwankte zunävhst noch zwischen zwei Themen. Beide wurden von meinem Dozenten als durchaus machbar und gute Wahl eingestuft – nach einigem Grübeln entschloß ich mich dann aber für das Thema „Einsamkeit“ in der Gemeinschaft.

Der Hintergedanke dabei ist recht simpel – und doch so allgegenwärtig in unserer Zeit:
Eine Millionenmetropole wie Sydney bietet unglaublich viele Kontaktmöglichkeiten, und doch gibt es auch immer wieder die Gefahr des „sich verlierens“. Man kann sozusagen abtauchen in einen Strom aus Menschen und Gesellschaft, wird zu einem Teil des Strom und ist doch gleichzeitig abgespalten und allein. Oftmals hatte ich auch das Gefühl, dass gerade die speziellen Gruppen wie internationale Studenten, Working Holidays oder auch die Indischen Mitbürger schnell Gefahr laufen in genau so einen Zustand zu verfallen.

Ich wollte meine Idee dann durch geschichte Manipulation der Wirklichkeit herüber bringen. Zum einen sollte mein Fotoobjekt selbst als natürlicher, freundlicher Mensch herrüber kommen, gleichzeitig aber auch durch Farbe, Schräfeebene und Abbildungsart von der Umgebung abgelöst werden. Um den Effekt der Illosation zu verstärken habe ich mehrere Fotos übereinander gestapelt und Menschen nach Belieben herein- bzw. heraus kopiert.

Insgesamt habe ich pro Fotografie etwa 10-15 Arbeitsstunden investiert, exklusiv der Shootingzeit.

Die Fotografien

Lonely in the City (1/3)

Lonely in the City (2/3)

Lonely in the City (3/3)

CESA, Maske verloren, Regulator weg… Pech? Training!

Geschrieben am Dezember 15th, 2009 von André in Reise, Uni / Studium

Nachdem wir unseren ersten Tag mit Theorie pauken begannen und erst am Nachmittag in den Pool durften, war dies am zweiten Tag genau entgegen gesetzt. Als wir also beim DSDD ankamen, haben wir direkt unsere Ausrüstung heraus gesucht und alles fertig montiert und getestet. Nach weniger als 20 Minuten waren wir alle bereit für den Pool. Die neue Gruppe der Anfänger ging dagegen direkt in den Schulungsraum – und wir alle waren froh, am Sonntag angefangen zu haben, denn diese neue Gruppe bestand aus etwa 20 bis 25 Schülern. Da ist das Lernen deutlich anstrengender.

Bevor wir jedoch Abtauchen durften, hieß es den zweiten Teil unserer Fitnessprüfung zu bestehen. Leider war dieser zweite Teil nicht so gemütlich wie der erste – es hieß 200 Meter schwimmen.
Dabei spielte die Zeit jedoch keine Rolle, wichtig für den Test ist lediglich, dass man die 200 Meter (bzw. 12 Runden) im Pool schwimmt. Unser Militärspezialist aus dem Irak war natürlich lange vor allen anderen fertig, die meisten anderen beendeten ihren Test jedoch im etwa zur selben Zeit.

Danach gab es eine kurze Verschnaufpause in der uns Rebecca den weiteren Ablauf des Tages erklärte und welche Skills wir zu bewältigen hätten. Nach der kurzen Pause ging es dann auch direkt, Lehrbuchmäßig im 5-Punkte-Abgang, in den 3,5 Meter tiefen Pool. Dort hieß es dann als erstes, mal wieder, Maske abnehmen.
Zunächst nur ein wenig Wasser einlassen und Maske reinigen, anschließend die komplette Maske abnehmen und erneut reinigen. Danach ging es dann wieder hoch ins seichtere Wasser wo wir zusammen mit unserem Tauchpartner einmal durch den Pool schwimmen mussten – ohne Maske. Hauptaugenmerk bei dieser Aufgabe war das Vertrauen in den Tauchpartner, denn dieser musste einen hier führen.

Nach dieser Aufgabe gab es dann ein wenig entspanntes „in der Runde schwimmen“. Gleichzeitig kontrollierte Becks unseren Flossen-Schwimmstil und korrigierte diejenigen, die sich nicht optimal bewegten. Viele, wie auch ich, hatten zuvor noch nicht mit Flossen geschwommen und wären ohne entsprechendes Training im Ozean schnell erschöpft.
Nach dem Schwimmtraining gab es dann einen simulierten CESA (Controlled Emergency Swimming Ascent). Hierbei geht es darum mit dem letzten bisschen Luft im Tank bis zur Oberfläche zu kommen, ohne dabei jedoch gefährliche Verletzungen zu riskieren. Also taucht man auf mit einem langen „Ahhh“-Laut und atmet kontinuierlich aus. Da der Pool viel zu klein ist, haben wir das ganze horizontal geübt.

Nach dem CESA ging es dann wieder ins tiefe Becken herunter, von wo aus wir mit der alternativen Luftzufuhr unseres Tauchpartners auftauchen sollten. Dies ist relativ einfach, der Ablauf muss jedoch auch geübt werden. An der Oberfläche hieß es dann entfernen und wieder anbringen des Gewichtsgürtels und des BCDs. Anschließend war unser Pool Training auch schon wieder vorbei und wir hatten den praktischen Teil unseres „SCUBA Diver“ Zertifikats abgeschlossen. Nun fehlte uns nur noch die Theorie und die vier Tauchgänge im offenen Wasser, um auch das „Open Water“ Zertifikat zu bekommen.

Die Theorie am zweiten Tag war eher langweilig und drehte sich vor allem um die Organisation PADI, die weiteren Möglichkeiten für Zertifikate (z.B. Advanced Diver, Specialised Diver, etc.) sowie andere, ähnliche Themen. Nach der kurzen Theoriephase ging es dann auch direkt ins finale Examen. Es galt erneut Multiple-Choice Fragen zu beantworten, insgesamt 50 Stück an der Zahl und maximal 12 davon durfte man falsch beantworten. Ich bestand mit 47 von 50.

Übrigens hat am Montag auch die Wet Season hier ordentlich eingehalten. Den ganzen Vormittag über bis in den Nachmittag hinein hat es ordentlich geschüttet und das Wasser lief nur so in kleinen Bächen vom Dach herunter. Zum Glück war es gegen Abend wieder trocken, sodass ich ohne übernasse Klamotten heim kam.

Mac, Melbourne und die 39

Geschrieben am November 3rd, 2009 von André in Leben

So, ich melde mich wieder zurück. In den vergangenen Wochen habe ich fast meine komplette Zeit in die verschiedenen Abschlußarbeiten gesteckt und hatte daher keine Zeit hier etwas zu schreiben – Sorry.

Ab nun geht es wieder weiter hier, viel ist passiert und noch viel mehr gibt es zu berichten.

Gestern habe ich mir eine neue Festplatte besorgt, da meine alte 1TB Platte inzwischen voll ist und ich bereits über 60GB an Foto-Rohdaten angesammelt hatte. Also musste ich in den sauren Apfel beißen und mir hier etwas teurer eine Platte kaufen. Nun dachte ich, ich könnte vielleicht endlich mal an meinen Fotos und Filmchen weiter arbeiten. Also Platte eingesteckt und in der Uni an den G4 geklemmt… ja Pustekuchen. Die Dinger haben leider nur offizielle Treiber, was bedeutet, dass die von NTFS nur lesen können und ich somit nicht wirklich damit arbeiten kann. Also muss ich weiterhin mit meinem USB Stick jonglieren und der Tange-Film muss weiter warten (hier gibt es einige Dateien mit mehr als 4GB).
Tja, dumm, aber kann ich nun nicht ändern… der Film wird wohl erst Anfang 2010 weiter bearbeitet werden.

In anderen Nachrichten… heute began der „Melbourne Cup“. Zwar findet dieser in Melbourne und nicht Sydney statt, trotzdem ist die Stadt durchgeknallt. An allen Ecken sieht man Frauen mit verrückten Hüten und ausgefallenen Kleidern. Viele Unternehmen haben früh Feierabend gemacht und sind mit ihren Mitarbeitern in die vielen Pubs gegangen, die Live Übertragungen anbieten. Aber auch auf der Straße kann man sich dem nicht entziehen. Viele Australier trugen heute mobile Radios oder TV Geräte mit sich rum, und drehten diese natürlich auch voll auf, sodass keiner auch nur eine Sekunde verpasst 😉
Die Aussies sind schon verrückt.

Ja… aber zumindest der Sommer ist angekommen. Heute hatten wir hier zwischen 37 und 39 Grad (im Schatten, klar). Wer nun denkt, dass man da ja gar nicht mehr raus kann, täuscht: Die Hitze ist erträglich und dank eines starken Windes sogar sehr angenehm. Ich freue mich auf den Sommer, auch wenn ich sicher dauernd durchgeschwitzt sein werde.

Ich bin aktuell am überlegen, wie ich die kommenden Wochen verbringe:
In Sydney bleiben? Oder lieber auf Reisen gehen, Rucksacktour queer durch den Kontinent?

Lebenszeichen

Geschrieben am Oktober 24th, 2009 von André in Leben, Uni / Studium

Ja, ich lebe noch. Seit meinem Geburtstag am 8. Oktober habe ich hier nicht mehr geschrieben. Das liegt weniger an dem Umstand, dass ich hier nichts erlebe, als viel mehr an der Tatsache, dass ich mich seit ein paar Wochen im „Semester-End-Stress“ befinde.

Seit zwei Wochen bin ich nun auch jeden Tag von mindestens 12:00 Uhr bis 03:00 Uhr in der Uni im Computerlabor um an meinen Aufsätzen zu arbeiten. Ein Ende ist aber in Sicht – und dann gibt es hier auch wieder neue Geschichten, neue Fotos und viel mehr Erlebtes.

Ach ja, für alle, die aktuell in Deutschland (oder sonst wo) frieren, folgender Hinweis:

http://www.youtube.com/watch?v=lEm8Dtw6EGM

Heute ist nicht alle Tage –
ich komm wieder, keine Frage

(Paulchen Panther aka Pink Panther [1])

23, 32, 25

Geschrieben am September 13th, 2009 von André in Leben, Uni / Studium

Mir geht es super!

Gestern (Samstag) habe ich die zweite Aufgabe für „News and Current Affairs“ abgeschlossen, nachdem ich Freitag und Samstag etwa 20 Stunden in der Uni verbracht habe. Insgesamt musste ich 4 Artikel zu einem von mir ausgesuchtem Thema aus dem Bereich der „Environmental Topics“ verfassen und in diesen Artikeln reflektierend über 2×4 Newsbeiträge von zwei ausgewählten Medien (bei mir NYT und WP) berichten und zudem noch 2 akademische und 2 professionelle Quellen mit einfließen lassen.
Und das ganze mit einem Gesamtumfang von 1200 Wörtern (+/- 10 %).

Das ganze hat sich als schwieriger heraus gestellt, als ich gedacht hatte – umso glücklicher war ich gestern Abend, als ich den 4. Artikel veröffentlichte. Wahrscheinlich bekomme ich diesmal keine Auszeichnung, aber hauptsache ich bestehe 😉

Am Abend habe ich mich dann um 21 Uhr spontan dazu entschlossen mal wieder auf Fototour zu gehen. Bei warmen 23 Grad in der Nacht hat das richtig viel Spaß gemacht und ich habe einige sehr schöne Langzeitbelichtungen von Darling Harbour, der Skyline vom CBD und auch noch ein paar andere Fotografien bekommen. Das Bearbeiten dauert natürlich noch ein wenig, da ich noch immer nicht ordentlich arbeiten kann mit meinem kleinem Lenovo Netbook.
Ich beeile mich aber.

Heute ging es dann bei sommerlichen 32 Grad zur Entspannung (ich habe mir einfach mal einen freien Tag gegönnt) zu den Royal Botanic Gardens. Diese sind nicht einmal 10 Minuten Fußmarsch von meinem Apartment entfernt und bieten unheimlich viele Möglichkeiten für schöne Fotos. Dank Sonnenschutzfaktor 50+ habe ich auch nach fast 5 Stunden in der Sonne keinen Sonnenbrand bekommen. Nun muss ich nur noch richtig Farbe bekommen, bevor hier der Frühling kommt und die Temperaturen regelmäßig über die 30 gehen.

Achja… in diesem Moment sitze ich auf dem Balkon meines Apartments und genieße die warme Nacht. Laut Temperaturanzeige haben wir noch 25 Grad. Das is echt angenehm, so kann es bleiben