Ohrwurm der französischen Art

Geschrieben am Mai 6th, 2010 von André in Leben, Video

Ich habe in Sydney ja mit einigen Franzosen zusammen gelebt und die Stadt auch erlebt. Dies war natürlich eine ganz besondere Erfahrung für mich – auch wenn ich mein Französisch nur sehr gering verbessern konnte. Ich habe mit der ganzen WG unglaublich viel Spaß gehabt und würde diese Zeit um nicht missen wollen.

Am Wochenende gab es dann die berühmten „Level 53“ Partys – noch mehr Franzosen 😉 Aber auch andere kamen in unsere WG und glühten gemeinsam vor, bevor es dann in die Pubs und Clubs im CBD ging. Vor allem ein Musikstück war dabei häufiger zu hören und blieb mir bis heute im Gedächtnis. Audrey, eine meiner französischen Mitbewohnerinnen, sang dieses sehr gerne und spielte es auf jeder Fete ein paar Mal ab. Und seitdem ich heute den Titel kenne, darf ich euch damit auch „nerven“.

Louise Attaque – J’t’emmène au vent

Eine Überraschung, eine Enttäuschung und ein neuer Plan

Geschrieben am Januar 4th, 2010 von André in Leben, Reise

Kurz vor meiner Abreise nach Sydney konnte ich endlich meinen ehemaligen WG Mitbewohner erreichen. Als ich diesem mitteilte, dass ich wie geplant am 28. Dezember gegen frühen Abend vorbei käme und die „reservierte Couch“ beziehen würde, bekam ich nur ein „That’s not possible“ zurück.

Wie nun, was war da passiert?
Was ich in meiner Zeit in Zentralaustralien nicht mitbekommen hatte war, dass sich meine alte WG praktisch aufgelöst hatte. In weniger als vier Wochen hatten sechs von acht WG Mitgliedern diese verlassen. Einer war zu einer Rundreise durch Australien aufgebrochen, einer wollte lieber am Strand wohnen, eine hatte schlichtweg kein Bock mehr, eine andere ist überraschend nach Hause geflogen und vom Rest weiß ich bis heute nicht, was geschehen ist.

Nun war unser Vermieter natürlich nicht untätig und hat die WG schnell wieder mit neuen Bewohnern aufgefüllt. Diese kennen mich natürlich nicht und wussten nichts von der Absprache, dass ich die letzte Woche auf der Couch pennen würde. Der letzte, übrig gebliebene WG Bewohner hatte diesen auch nichts davon erzählt und so hatten diese nun auch schon andere Freunde eingeladen. Kurzum: es war kein Platz mehr für mich.

Also versuchte ich an meinem ersten, richtigem Tag in Adelaide die Situation irgendwie zu lösen. Während meine Freunde von der Safari sich am Strand in der Sonne vergnügten, telefonierte ich mit Hostels, versuchte Freunde zu erreichen und ging verschiedene Reisepläne durch. Meinen Plan, Silvester in Sydney zu verbringen, musste ich leider relativ früh aufgeben. Hostels und Hotels kosten inzwischen ein kleines Vermögen, und das ist es mir dann einfach nicht wert. Die meisten meiner Freunde haben sich über Silvester aus der Stadt verzogen, da es Ihnen schlichtweg zu voll wird. Und der Rest war entweder nicht erreichbar oder hatte ebenfalls keinen Platz mehr in der Wohnung.

Also blas ich den Plan ab – warum unnötig den Urlaub vermiesen, wenn man auch anders Spaß haben kann? Nächstes Ziel war dann Melbourne, denn dort waren immerhin noch einige der 13 Reisenden der Safari und Silvester in Melbourne gilt hier nach Sydney als eines der Besten. Leider kam ich hier bei den Hostels auch nicht viel weiter, sodass ich hier letztlich das ganze auch sein liess. Während der ganzen Zeit beobachtete mich eine der Mitarbeiterinnen vom YHA – diese hatte meine Misere mitbekommen und mir dann angeboten, mir ein Zimmer freizuhalten, sodass ich in Ruhe schauen kann und notfalls im YHA ein Bett frei hätte.

Nach ein paar Stunden Recherche und telefonieren gab ich dann auf… Letztlich wäre Adelaide sicher genauso gut oder schlecht wie Sydney oder Melbourne für Silvester. Und immerhin gibt es hier mindestens drei junge Frauen, die ich auf meinen Reisen kennen gelernt habe, die hier ins neue Jahr feiern. Ich muss also wenigstens nicht alleine mein Bierchen trinken 😉

Der neue Plan sieht nun vor, dass ich erst am vierten Januar wieder zurück nach Sydney fliege. Dort habe ich dann noch einmal sechs Nächte in einem Hostel vor mir, bevor ich dann das Flugzeug in Richtung Heimat besteige. Und damit ist es dann auch offiziell… ich komme heim! Ich lasse das Paradies, mein Paradies, hinter mir und fliege zurück ins kalte Deutschland. Aber nicht für immer…