Ohrwurm der französischen Art

Geschrieben am Mai 6th, 2010 von André in Leben, Video

Ich habe in Sydney ja mit einigen Franzosen zusammen gelebt und die Stadt auch erlebt. Dies war natürlich eine ganz besondere Erfahrung für mich – auch wenn ich mein Französisch nur sehr gering verbessern konnte. Ich habe mit der ganzen WG unglaublich viel Spaß gehabt und würde diese Zeit um nicht missen wollen.

Am Wochenende gab es dann die berühmten “Level 53″ Partys – noch mehr Franzosen ;-) Aber auch andere kamen in unsere WG und glühten gemeinsam vor, bevor es dann in die Pubs und Clubs im CBD ging. Vor allem ein Musikstück war dabei häufiger zu hören und blieb mir bis heute im Gedächtnis. Audrey, eine meiner französischen Mitbewohnerinnen, sang dieses sehr gerne und spielte es auf jeder Fete ein paar Mal ab. Und seitdem ich heute den Titel kenne, darf ich euch damit auch “nerven”.

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Louise Attaque – J’t'emmène au vent

Test: Fotoleinwand und Foto auf Acrylglas

Geschrieben am April 23rd, 2010 von André in Fotografien

[Trigami-Review]

Blickshop bot ausgewählten Bloggern die Möglichkeit sich ein Foto hinter Acrylglas sowie ein weiteres Foto auf Stoff drucken zu lassen. Ich bin normalerweise sehr vorsichtig, wenn es darum geht etwas kostenlos zu erhalten -  in diesem Fall jedoch durfte ich den Shop ordentlich testen und darüber schreiben – und dabei eine Leinwand und ein Foto hinter Acrylglas zu erhalten. Daher folgt nun mein Testbericht zum Blickshop:

Bestellvorgang

Der Bestellvorgang ist relativ einfach gehalten. Man wird in drei einfachen Schritten zum Ziel geführt. Produkt auswählen, Format auswählen und Fotodatei hochladen. Die Technik entspricht dabei dem “Quasi-Industriestandard” – die meisten Printstores arbeiten heute auf diese Weise und bieten ein ähnliches bzw. nahezu identisches Interface an. Das ist keinesfalls ein negativer Punkt, im Gegenteil sogar: Das Interface ist sehr einfach und übersichtlich gehalten und daher absolut Top!

Nach dem Fotoupload gelangt man zur Vorschau des Produktes. Hier konnte ich nun den Ausschnitt für meine Fotografie auswählen sowie ggf. noch Extras oder Effekte hinzu buchen. Auch hatte ich hier die Möglichkeit ein anderes, zuvor hochgeladenes Foto mit dem Produkt zu testen. Ein einfacher Klick auf die Auswahl genügte. DIes führt mich jedoch auch zum einzigen Kritikpunkt im Bestellvorgang:

Ich konnte keine Möglichkeit, ein Produkt auf Grundlage einer bereits hochgeladenen Fotogrie zu erstellen, finden. Dies wäre sicherlich hilfreich um unnötige Mehrfachuploads und redundante Datenmengen zu vermeiden. Da ich mich während des Bestellvorgangs umentschied, wäre mir diese Funktion sehr entgegen gekommen. So musste ich ein Foto erneut hochladen. Dank schnellem Webinterface und Unilan aber kein großes Ding.

Versand & Lieferung

Nach dem Bestellvorgang bekam ich direkt eine e-Mail, in der mir die Bestellung bestätigt wurde und die Rechnung erschien. Leider wird hier das einzelne Produkt nur als “Individuelles Produkt” angegeben, es findet sich jedoch weder ein Thumbnail noch ein Dateiname in der Rechnung, sodaß eine letztmalige Kontrolle nicht möglich ist. Auch hier sehe ich zur besseren Transparenz noch Verbesserungspotential.

Ansonsten ist die e-Mail jedoch sehr freundlich geschrieben und spricht mich in einem persönlichen Ton an. Dies passt zum Image von Blickshop. Ich fühle mich an jedem Schritt der Bestellung sehr gut behandelt und habe das Gefühl, dass man mich als Profi ansieht, der nur herrausragende Fotoleinwandqualität akzeptiert, nicht weniger.

Die Bestellung habe ich am Montag, 19. April 2010, aufgegeben und die Übergabe an den Spediteur geschah bereits am Dienstag, 20. April 2010. Damit ist die Produktionszeit absolute Spitzenklasse. Die eigentliche Übergabe der Ware geschah dann am Donnerstag, 22. April 2010, am frühen Morgen.

Qualität der Produkte

Der erste Eindruck der spezial-beschichteten Acrylglas Oberfläche ist sehr gut. Die 10mm dicke Glasschicht gibt dem Foto eine besondere Tiefe und Ausstrahlung. Diese Art des Drucks eignet sich sicherlich besonders für Fotos mit sehr großem Kontrastumfang oder vielen Lichtern, etwa Nachtaufnahmen, HDR-Fotografien oder vergleichbaren. Meine Aufnahme einer Personenbrücke in Sydney wirkt etwas flau.

Die echte Künstlerleinwand ist ebenfalls gut gelungen. Die vielen Farben der Ansicht von Darling Harbour bei Nacht mit Feuerwerk wirkt gut, allerdings sind die Lichter abgeschwächt. Es wird schnell klar, dass ich mich für die falsche Variante entschieden habe: Die nächtliche Szene hätte sicherlich hinter Acrylglas deutlich besser gewirkt.

Soweit zum positiven, leider gibt es bei der Qualität auch deutliche Abstriche. Beide Fotografien weisen einen deutlichen Gelbstich auf und sind zudem deutlich dunkler als ihre Originale. Das Feuerwerk im Hafen hat im Original eine bläulich-weiße Farbe, die kaum Details aufweißt. Dies ist eine sehr typische Farbe für derartiges Feuerwerk. Leider geht die Farbe im Leinwanddruck ein wenig in Richtung Gelb, wodurch der Eindruck eines eher “dreckigen” Feuerwerks entsteht. Der Himmel im selben Bild ist im Original blau und reicht von einem sehr hellen Blau, typisch für die Blaue Stunde, bis zu einem dunklen Blau, welches typische für die Nacht ist. Im Print ist dies leider verloren gegangen und der Himmel erscheint in einem dunklen Blau.

Fotografien

Hier nun einmal ein Paar Fotografien. Bei den Kontrollfotos habe ich jeweils ein Wasserzeichen eingefügt und diese per JPEG komprimiert, verzeiht also bitte, falls die Qualität nicht die Beste ist. Ich konnte das Acrylfoto zudem noch nicht aufhängen, da ich im Studentenwohnheim nicht einfach so löcher in die Wand machen kann und die Powerstrips leider so viel Gewicht nicht aushalten.

(Größere Bilder & Beschreibung nach dem Klick)

Da es immer besser ist wenn man sich nicht nur eine Meinung anschaut, hier weitere Testberichte zum Blickshop:
Oberkircher Blog, Vanessas Blog, Babäm-Fashion-Blog

Silvester am Strand

Geschrieben am Januar 5th, 2010 von André in Reise

Nachdem ich meine lange gehegten Pläne für Silvester in Sydney leider aufgeben musste, hatte ich nicht mehr begonnen den Abend irgendwie zu planen. Am Abend zuvor hatte ich noch mit einem Australier aus Alice Springs bis tief in die Nacht Filme geschaut und eben dieser hatte mir auch angeboten, dass man ja zusammen ein Bierchen trinken gehen könnte.

Nun lernte ich an Silvester aber noch eine kleine Gruppe verschiedener, deutscher Backpacker kennen. Einer von diesen kam auch aus meinem Zimmer, die anderen waren teilweise schon seit ein paar Monaten im YHA. Und von dieser Truppe hatte so recht auch keiner einen Plan.

Am Abend selbst haben wir uns dann mit einer Flasche Bacardi in die Lounge gesetzt und zusammen getrunken, Karten gespielt und gelacht. Irgendwann fiel dann die Entscheidung, dass man Silvester in Australien (fast wie Weihnachten) am Besten am Strand verbringt. Also brachen wir dann um halb elf zum Strand in Glenelg auf. Mit bei der Truppe war dann auch Christina, eine junge Deutsche die ich auf der Safari von Darwin nach Alice Springs kennen gelernt hatte.

Die Tram selbst fuhr nicht mehr, dafür gab es aber massenweise Ersatzbusse, welche die ganzen Menschenmengen nach Glenelg transportierten. Der gesamte Nahverkehr in Adelaide war an Silvester kostenlos, sodass wir uns darüber auch keine weiteren Gedanken machen mussten. Der Bus selbst war gerammelt voll mit Jugendlichen, alle in Partylaune und am Singen und Jubeln.

Etwas neben uns saß auch ein junger Mann, und diesem schien der Krach gar nicht zu gefallen. Immer wieder schrie er, man solle doch mal leiser sein. Immer wieder wurde er auch von seiner Freundin beruhigt. Auf einmal sprang er dann auf und begann nach hinten zu sprinten, versuchte sich an der Gruppe Mädels (zu der auch seine Freundin gehörte) vorbei zu kämpfen, war jedoch nicht erfolgreich und setzte sich dann wieder. So ging das noch einige Male… bei jedem Versuch wurde er wütender und aggressiver.

Als wir dann kurze Zeit später an einer Ampel anhielten, eskalierte die Situation. Der junge Mann nahm einen der Nothammer, zerschlug die Fensterscheibe an seiner Seite, welche auch sofort heraus sprang, und flüchtete wutentbrannt durch die entstandene Lücke im Bus. Seine Freundin sprang sofort hinterher, ehe der Bus sich in Bewegung setzen konnte. Kurze Zeit wurde es richtig leise im Bus, weil jeder geschockt war, aber dies dauerte nicht lange an.

Singend und aus dem nicht mehr vorhandenen Fenster jubelnd ging dann die Fahrt weiter bis nach Glenelg. Zum Glück blieben wir von weiteren Extremsituationen verschohnt und kamen dann noch rechtzeitig um kurz nach elf an. Der Weg zum Strand dauerte noch einmal etwa 20 Minuten und auf dem Weg dorthin trafen wir noch Maria und Nicci, die beiden Schweizerinnen vom letzten Teil der Safari.

Unten am Strand erwarteten uns dann einige Zehntausende, eine große Openair Bühne mit Liveband sowie eine frische Briese vom Meer. An sich war die Luft relativ warm, der Wind vom Meer jedoch brachte gute Abkühlung. Da es tagsüber deutlich über 40 Grad war, machte dies jedoch niemandem etwas aus.

Um Mitternacht gab es dann ein Feuerwerk [1] [2]. Etwa zehn Minuten lang wurden verschiedene Effekte über und entlang des Wassers entzündet. Hierfür wurde die Promenade verwendet, an dessen Ende sich das Feuerwerk befand. Man merkte hier auch wieder, dass die Australier regelrecht verrückt nach Feuerwerk sind, denn das ganze war sehr lang und ausgefallen mit vielen Figuren und Effekten, die ich so zuvor noch nicht gesehen hatte.

Den Rest des Abends verbrachten wir dann im Stadtteil Glenelg bzw. der City von Adelaide. Die anderen machten sich schon um etwa zwei Uhr auf den Weg in ihre Zimmer, während ich mit einem Mädchen noch ein wenig wach blieb. Irgendwann zwischen sieben und acht am nächsten Morgen war dann der große “New Years Eve” auch für mich vorbei.

NYE in Australien, definitiv ein Erlebnis.

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Eine Überraschung, eine Enttäuschung und ein neuer Plan

Geschrieben am Januar 4th, 2010 von André in Leben, Reise

Kurz vor meiner Abreise nach Sydney konnte ich endlich meinen ehemaligen WG Mitbewohner erreichen. Als ich diesem mitteilte, dass ich wie geplant am 28. Dezember gegen frühen Abend vorbei käme und die “reservierte Couch” beziehen würde, bekam ich nur ein “That’s not possible” zurück.

Wie nun, was war da passiert?
Was ich in meiner Zeit in Zentralaustralien nicht mitbekommen hatte war, dass sich meine alte WG praktisch aufgelöst hatte. In weniger als vier Wochen hatten sechs von acht WG Mitgliedern diese verlassen. Einer war zu einer Rundreise durch Australien aufgebrochen, einer wollte lieber am Strand wohnen, eine hatte schlichtweg kein Bock mehr, eine andere ist überraschend nach Hause geflogen und vom Rest weiß ich bis heute nicht, was geschehen ist.

Nun war unser Vermieter natürlich nicht untätig und hat die WG schnell wieder mit neuen Bewohnern aufgefüllt. Diese kennen mich natürlich nicht und wussten nichts von der Absprache, dass ich die letzte Woche auf der Couch pennen würde. Der letzte, übrig gebliebene WG Bewohner hatte diesen auch nichts davon erzählt und so hatten diese nun auch schon andere Freunde eingeladen. Kurzum: es war kein Platz mehr für mich.

Also versuchte ich an meinem ersten, richtigem Tag in Adelaide die Situation irgendwie zu lösen. Während meine Freunde von der Safari sich am Strand in der Sonne vergnügten, telefonierte ich mit Hostels, versuchte Freunde zu erreichen und ging verschiedene Reisepläne durch. Meinen Plan, Silvester in Sydney zu verbringen, musste ich leider relativ früh aufgeben. Hostels und Hotels kosten inzwischen ein kleines Vermögen, und das ist es mir dann einfach nicht wert. Die meisten meiner Freunde haben sich über Silvester aus der Stadt verzogen, da es Ihnen schlichtweg zu voll wird. Und der Rest war entweder nicht erreichbar oder hatte ebenfalls keinen Platz mehr in der Wohnung.

Also blas ich den Plan ab – warum unnötig den Urlaub vermiesen, wenn man auch anders Spaß haben kann? Nächstes Ziel war dann Melbourne, denn dort waren immerhin noch einige der 13 Reisenden der Safari und Silvester in Melbourne gilt hier nach Sydney als eines der Besten. Leider kam ich hier bei den Hostels auch nicht viel weiter, sodass ich hier letztlich das ganze auch sein liess. Während der ganzen Zeit beobachtete mich eine der Mitarbeiterinnen vom YHA – diese hatte meine Misere mitbekommen und mir dann angeboten, mir ein Zimmer freizuhalten, sodass ich in Ruhe schauen kann und notfalls im YHA ein Bett frei hätte.

Nach ein paar Stunden Recherche und telefonieren gab ich dann auf… Letztlich wäre Adelaide sicher genauso gut oder schlecht wie Sydney oder Melbourne für Silvester. Und immerhin gibt es hier mindestens drei junge Frauen, die ich auf meinen Reisen kennen gelernt habe, die hier ins neue Jahr feiern. Ich muss also wenigstens nicht alleine mein Bierchen trinken ;-)

Der neue Plan sieht nun vor, dass ich erst am vierten Januar wieder zurück nach Sydney fliege. Dort habe ich dann noch einmal sechs Nächte in einem Hostel vor mir, bevor ich dann das Flugzeug in Richtung Heimat besteige. Und damit ist es dann auch offiziell… ich komme heim! Ich lasse das Paradies, mein Paradies, hinter mir und fliege zurück ins kalte Deutschland. Aber nicht für immer…

Eine grüne Oase mit vielen Vorzügen

Geschrieben am Januar 4th, 2010 von André in Reise

Nach meiner Safari kam ich in Adelaide an. Anders als 13 andere aus unserer Reisegruppe blieb ich in Adelaide und wollte nicht bis nach Melbourne weiter reisen. Geplant war, in Adelaide drei Nächte zu bleiben und dann nach Sydney weiter zu reisen.

Adelaide selbst ist eine Stadt wie wohl kaum eine andere in Australien. Bereits bei der Fahrt in den Stadtkern fallen einem die vielen Parks und Grünflächen überall auf. Jason erklärte uns, dass die Stadt Anfangs speziell geplant wurde, um auch Invasionen (vor allem der Franzosen) zu widerstehen. Die Parklandschaft rund um den heutigen Stadtkern bildete dabei eine natürliche Barriere. Wollten Soldaten in den Stadtkern vordringen, mussten Sie durch den offenen Park wandern – Deckung gibt es dort nur wenig. Zudem haben Kanonen wenig Möglichkeit Schaden anzurichten, da diese zu der damaligen Zeit den Park nicht überbrücken konnten.

Heute bieten die Flächen eine gute Möglichkeit zum schlendern und entspannen. Es gibt noch sehr viele Parks und die Grünflächen werden größtenteils erhalten. Sie bieten heute Platz für den botanischen Garten, das “Adelaide Oval” (Stadion) und viele, viele Sportplätze. Rund um den Stadtkern ist es auch heute noch grün, aber auch im Stadtkern selbst gibt es mehrere größere Grünflächen.

Adelaide selbst liegt allerdings nicht direkt an der Küste, sondern nur an einem Fluss. Bis zur Küste sind es noch einmal ein paar Kilometer und der Vorort nennt sich dann “Port Adelaide”. Adelaide ist allerdings eine relativ große Stadt mit viel Leben, vor allem viele Shoppingmöglichkeiten gibt es im Stadtkern, aber auch viele Möglichkeiten zum Ausgehen, feiern oder auch Spielen.

Man muss in Adelaide aber kein Geld ausgeben, um seinen Urlaub zu genießen, denn die Stadt bietet auch allerhand kostenlose Attraktionen. So kann man das “Museum of Southern Australia” und die Kunstgalerie kostenlos besuchen. Wenn man nun nicht durch die pralle Sonne laufen möchte, nimmt man einfach die Tram. Bisher hat Adelaide nur eine einzelne Straßenbahnstrecke die von einem Ende der Innenstadt bis hoch zum Strand bei Glenelg fährt. Innerhalb des Stadtkerns (Terrace to Terrace) darf man zu jeder Zeit die Tram kostenlos nutzen. Daneben gibt es auch noch einen kostenlosen Busservice, Linie 99C, der innerhalb des Kerns seine Kreise zieht.

Wer nun doch lieber selbst aktiv wird, kann die Stadt perfekt auf dem Fahrrad erkunden. Und jetzt dürft ihr mal raten… genau, das gibt es auch kostenlos. Von der Stadt kann man an drei Stellen kostenlos Fahrräder ausleihen, vorrausgesetzt das Wetter lässt ein gesundes Radeln zu. Bei zu extremen Temperaturen wird, aus Sicherheitsgründen, der Verleih gestoppt.

Ich verbrachte meine erste Nacht im YHA. Dies ist eines der größeren Hostels mit vielen, vielen Betten. Allerdings ist es auch eines der Besten Hostels, in denen ich in Australien bisher übernachtet habe. Alles wirkt sehr sauber und aufgeräumt, die Räume sind zum Großteil ruhig, außer es steht ein LKW vor dem Fenster der munter um drei Uhr seine Waren entlädt. Ganz besonders überraschend war jedoch die Küche: Hier gibt es sechs abgetrennte Kochnieschen mit jeweils zwei Kochbereichen und einer Spüle. Geschirr, Besteck und vor allem Kochutensilien sind hier immer genügend vorhanden – ich kam bisher nicht ein einziges Mal in Topfnot.

Daneben bietet das Hostel aber auch allerhand Aktivitäten. Es gibt zwei sehr nett eingerichtete TV Räume, eine Handvoll DVDs, zwei Pool Tische, einen Tischtennis Tisch, verschiedene Gesellschaftsspiele und kostenlose Musikinstrumente (Piano und Gitarre). Jeden Tag in der Woche organisiert das YHA zudem Aktivitäten oder günstige Essensmöglichkeiten, mal gibt es günstig Pizza, dann gibt es Pfannkuchen und an einem anderen Abend Bingo oder Pokerturniere. Die Lounge im ersten Stock ist sehr großzügig ausgelegt und bietet viel Platz zum Entspannen und relaxen… kurzum: Definitiv eines der Besten Hostels, in denen ich bisher meine Zeit verbracht habe.

Meine zweite Nacht musste ich dann kurzfristig in ein anderes Hostel, da das YHA am Samstag komplett ausgebucht war. Also ging ich zwei Häuser weiter ins “Shakespeare“. Dies ist an das “Nomads”-Netzwerk angeschlossen und nennt sich selbst das “neueste Hostel”. Das Shakespere selbst versprüht jedoch eher den Scharme eines alten, rustikalen Hostels. Das Haus selbst ist ein altes, in europäischem Stil gebautes Haus. Die Dorms sind relativ klein und mit vielen Betten zugestellt, dafür aber auch günstig. Im Auffenthaltsraum gibt es Waschmaschinen und Küche und zudem ein überdimensionales TV mit dem kompletten Pay-TV. Ansonsten ist das Shakespere eher ein kleines Hostel mit nur einem Dutzen Räumen. Es hat definitiv eine familiäre Athmosphäre.