Kleines Senfkorn Hoffnung …

Geschrieben am August 5th, 2009 von André in Leben, Uni / Studium

… mit diesen Worten beginnt ein christliches Lied. Jetzt grade kam es mir wieder in den Sinn. Aber ich fange mal von Anfang an.

Wie ich ja bereits vergangene Woche schrieb, gab es ein paar Probleme mit der Uni. Ich bin ja grundsätzlich ein sehr entspannter Mensch un warte einfach erst einmal – viel Geduld habe ich in den vergangenen Jahren bekommen. Doch irgendwann werde auch ich nervös, zum Beispiel dann, wenn die ersten Aufgaben anstehen und ich noch immer nicht in die Labore komme, oder der Stichtag für die letztmalige Anmeldung eines neuen Kurses nur noch 2 Tage entfernt ist. Das macht dann doch irgendwie nervös.

Also bin ich heute bereits früh zur Uni und habe angefangen mich zu beschweren. Zunächst beim „Student Centre“ meiner Fakultät.
„Sorry, but this e-Request is handeld by the faculty of education. Go to building 10, they should be able to help you.“
Ahja… also meine Fakultät ist nicht zuständig. Wahrscheinlich gab es deswegen seit fast 6 Tagen keinerlei Reaktion. Also auf zum Gebäude 10 (das ist das alte ABC Funkhaus – falls es euch interessiert) und dort nachgefragt. Zunächst gab es auch nur Kopfschütteln – man sei ja nicht zuständig. Dann habe ich aber noch einmal erklärt, was ich denn mit meiner Anfrage will. Und siehe da, Sie sind doch zuständig – können den Prozeß aber nicht beschleunigen.

Verdammt. Wieder ne Sackgasse.
Aber es gab auch einen Lichtblick. Die UTS Sicherheit hat endlich meine Anfrage für einen PIN Zugang bestätigt und freigeschaltet. Was dieses PIN ist, werde ich noch einmal in einem gesondertem Beitrag erklären… ich brauche dazu aber noch schöne Fotos. So komme ich nun wenigstens schon einmal in die Design-Laboratorien und kann auch nach 22 Uhr ohne Probleme alle Räumlichkeiten nutzen (die Uni hat hier 24/7 geöffnet).

Heute Abend (d.h. vor 1 Stunde) kam dann die Erlösung:
Mein e-Request wurde akzeptiert, ich darf den von mir vorgeschlagenen Kurs machen. Ja, und was ist das nun für ein geheimnisvoller Kurs?

Aboriginal Social and Political History

Ja, wunderbar. Nicht gerade das, was ich wollte. Auch keiner der schönen Kurse, die ich super in meinen Studienplan einbringen könnte. Nee, die darf ich ja leider nicht belegen (keinen der von mir vorgeschlagenen 7 Kurse). Wenn ich hier eine gute Note bekomme, werde ich den Kurs evtl. in die Freie Wahl packen. Vielleicht passt der sogar in den Wahlbereich mit „e-Learning“, immerhin beschäftigt sich der Kurs auch mit der Lehre.

Zum Glück braucht der Kurs nicht soooo viel Arbeit. Ein Poster, ein Essay sowie regelmäßige Teilnahme am Workshop sind Kursbedingung und Notengrundlage. Damit kann man leben.

Also… auf gehts! Abenteuer „Studium Down Under“ geht weiter.
Und ich werde, hoffentlich, weiter regelmäßig berichten.

PS: Die nächsten Fotos sind bereits bearbeitet und werden hoffentlich auch bald kommen. Im Moment arbeite ich mich durch 2-3 englische Texte pro Woche mit einem Gesamtumfang von meisten 80-100 Seiten. Nicht gerade leichte Lektüre… aber es lehrt 😉

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5 Kommentare zu “Kleines Senfkorn Hoffnung …”

  1. Das klingt doch danach, als ob es langsam aber sicher voran geht 🙂 Freue mich schon auf die Bilder.

    Viele Grüße nach Down Under,
    Christian

  2. „Aboriginal Social and Political History“ … Wenn in dem Kurs drin ist, was draufsteht, dann bist du nach dem Kurs besser gebildet als viele oder die meisten Australier 😉 Na, wenn das nichts ist.
    Aber Uni kann hier wirklich schon ganz schön nervig sein. Ich brauchte mir das glücklicherweise nie antun, aber fast alle meine europäischen Freunde und alle waren sie froh, dass es schließlich vorbei war 😛

    LG
    Anne

  3. Hmm,
    also ich möchte nun nicht über die Aussis richten, dazu lebe ich hier einfach noch zu kurz. Du hast aber sicher Recht, wenn es darum geht über diese Themen zu sprechen. Da blocken leider fast alle Aussis ab.

    Der Kurs besteht nun aber zum Großteil aus „Internationalen“ (vor allem Amis und Franzen) und das Programm ist nun auch nicht so fest gemeißelt wie in anderen Kursen. So wie ich das in der ersten Stunde verstanden habe, sind die relativ locker bei der Anpassung.

    Es wird also eher eine Einführung in die Geschichte und Kultur der Ureinwohner Australiens, der verschiedenen Stämme, etc.
    Ich finde es halt besonders faszinierend, dass hier nicht irgendwelche studierten Professoren über diese Dinge erzählen, sondern tatsächlich mal „Ureinwohner“, also Personen, die in der Kultur der Aborigines aufgewachsen sind und diese auch entsprechend verinnertlicht haben.
    Studiert haben die trotzdem 😉 Aber wenn Sie dann vom „Dreaming“ erzählt, wird schnell deutlich, um was es dabei geht und das es eben nichts mit dem eigentlichen, englischem Wort zu tun hat.

    Bisher bin ich noch sehr gespannt auf die Fortsetzung dieses Workshops 🙂

    Schwer bzw. anstrengend ist das Studium hier trotzdem. In fast allen Fächern wird „mal eben“ ein Aufsatz von einigen hundert Wörtern erwartet. In dem Aboriginal Kurs soll zum Ende des Semesters eine Auseinandersetzung mit einem Thema der Ureinwohner schriftlich festgehalten werden und dabei mindestens 2500 Wörter umfassen.
    Auch mein Journalismus-Kurs erwartet viel Schreibarbeit. 4 Artikel mit einer Gesamtmenge von 1200 Wörtern über Umweltthemen, reflektierend auf die Art und Weise der Berichterstattung sowie ein Abschlußaufsatz von 3500 Wörtern Mindestlänge über ein vorgegebenes Thema.

    Für mich als deutschen / bremer Studenten ist das sehr ungewohnt. Bisher habe ich nur sehr wenig geschrieben und so gut wie nie akademische Texte.
    Aber auch das ist irgendwann vorbei. Ich freue mich inzwischen wieder auf die Zeit als „einfacher Angestellter“ 😉

    Irgendwie war es doch nicht so schlimm, jeden Tag Drucker zu reparieren und PC Arbeitsplätze instant zu setzen.

  4. Ja, das mit der Schreibarbeit ist wirklich typisch australisch. Selbst in der BWL oder Physiotherapie mussten meine Freunde 3 bis 4 Aufsätze pro Studienabschnitt hinlegen. Das ist dann natürlich noch viel viel schwerer, wenn man kein native speaker ist.

    Aber ich finde deinen Kurs wirklich interessant, vielleicht kannst du ja mal etwas mehr in deinem Blog darüber berichten. Ich finde auch, dass man solche Kurse direkt in den Schulen einführen sollte. Dort wird meist mehr auf die katholische Erziehung gedrängt als auf die „alte“ Geschichte Australiens.

  5. Hmm,
    klar, ich kann gerne mal ein bisschen aus meinem „Studienleben“ berichten 😉
    Muss halt nur schauen, wie ich Zeit finde – das ist bei mir im Moment noch das kritischte ^^ Wobei ich gestern auch mal einen Tag schlicht nur gefaulenzt habe. Musste dann auch mal sein.

    Ich schau mal, ob ich Donnerstagabend nach dem Kurs einen Nachbericht schaffe.

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