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Und jetzt bitte alle mal abtauchen …

Geschrieben am Dezember 14th, 2009 von André in Reise, Uni / Studium

Nach meinem Ausflug ins Great Barrier Reef und dem Einführungs-Tauchgang hatte ich mich kurzfristig zu einem Tauchkurs entschieden. Die ersten beiden Tage davon sollten im Pool stattfinden und vor allem aus Grundlagen und Theorie bestehen.

Ich wurde zu einer vollkommen humanen Zeit, um kurz vor zehn Uhr, von meinem Hostel abgeholt. Daraufhin ging es direkt zum Tauchshop „Deep Sea Divers Den„, wo ich den Vormittag mit Theorie verbrachte. Unsere Tauchlehrerin Rebecca brachte den Stoff relativ locker rüber. Meist gab es ein kleines Video von PADI und anschließend ein paar Erklärungen und Fragen von Rebecca.

Am Ende eines jeden Kapitels durften wir dann einen kleinen Test ausfüllen, bei dem das Wissen abgefragt wurde. Der Test war aber eher locker anzusehen, denn wir haben alle Fragen direkt durchgesprochen und bei offenen Fragen diskutiert. Somit war es auch nicht weiter schwierig die Fragen zu beantworten.

Zwischendurch wurden wir dann noch einzeln von der „Schwester“ zur medizinischen Untersuchung abgeholt. Normalerweise gibt es hier eine Untersuchung von einem Doktor und einer Krankenschwester, erstere war jedoch am Sonntag nicht verfügbar und somit übernahm die Schwester sämtliche Tests. Neben einem langem Fragebogen (mit allerhand toller Krankheiten) wurde der Blutdruck, das Gewicht sowie die Größe untersucht. Natürlich gab es auch einen Urintest und eine Untersuchung der Ohren. Wenn man diese nämlich nicht „ausgleichen“ (equalize) kann, darf man nicht tauchen.

Nach dem Okay ging es dann für mich direkt zum Abschlusstest des ersten Tages. Wir bekamen eine Mappe mit Fragen und mussten auf unserer Akte jeweils die richtigen Antworten ankreuzen – ähnlich einem Führerscheintest. Hierbei waren wir auch tatsächlich auf uns allein gestellt. Am Ende bestanden alle diese erste Prüfung und wir durften zum Mittagessen nach McDonalds aufbrechen.

Nach dem Mittagessen war es dann endlich soweit:
Wir bekamen unsere Wetsuits, unsere Gewichtsgürtel und natürlich Maske, Schnorchel und Flossen. Der Tank mitsamt BCD (Buoyancy Control Device) wurde bereits bereit gelegt – es lag nun allerdings an uns alle Einzelteile zu montieren. Rebecca machte dies einmal vor und lies es uns dann zwei Mal wiederholen. Anschließend gab es eine Endkontrolle von Ihr und wir durften uns für den Pool anziehen.

Der erste Tag im Pool bestand dann auch eher aus einfachen Aufgaben. Wir verbrachten die gesamte Zeit im flachen Bereich. Dieser ist etwa 1,50 Meter tief. Zu den Grundlagen gehörte hier zum Beispiel das wieder beschaffen des Regulators (Atemstück), das Entfernen von Wasser in der Maske (tatsächlich eine der wichtigsten Fähigkeiten) sowie ein paar Punkte wie man seinem Tauchpartner (Buddy) unter Wasser hilft.

Da wir relativ fix mit unseren Skills (Aufgaben) durch waren, beendeten wir den Tag mit dem ersten „Fitnesstest“. Dieser ist eigentlich für den zweiten Tag vorgesehen – aber was man schon früher erledigen kann 😉

Der Test selbst besteht aus dem freien „schweben“ an der Wasseroberfläche. Man muss sich nicht bewegen, nicht schwimmen – das Ziel ist es schlichtweg für zehn Minuten im tiefen Wasser an der Wasseroberfläche zu bleiben. Letztlich fingen wir an in der Zeit ein Rätsel an Becks zu stellen und uns köstlich über ihre Lösungsansätze zu amüsieren.

Nach diesem Test war der Tag dann auch schon vorbei. Insgesamt hatte ich unheimliches Glück, denn meine Tauchgruppe bestand aus gerade einmal sieben Tauchschülern und einer jungen (attraktiven) Tauchlehrerin. Dadurch hatten wir auch durchgehend viel Spaß und sind mit unseren Aufgaben stets schnell voran gekommen.

Scuba Tauchen und Schnorcheln im Great Barrier Reef

Geschrieben am Dezember 12th, 2009 von André in Reise

Am Freitag war es endlich soweit und ich durfte früh am Morgen an Bord der Osprey V gehen. Das schnelle Boot brachte uns dann in etwa ein einhalb Stunden raus aufs Great Barrier Reef zu unserer ersten Position. Anfangs waren viele Seekrank, da das Boot sich zwar sehr schnell durchs Wasser bewegte, nicht jedoch stabil. In allen Ecken sah man Personen, die sich übergaben.

Zum Glück lies dies mit der Zeit nach und als wir dann unsere Vorbesprechung zur Scuba Einführung hatten, mussten nur noch zwei Personen den Raum vorzeitig verlassen. In den etwa 30 Minuten theoretischer Einführung wurden uns einige Handzeichen erklärt und kurz umrissen, wie der Tauchgang ablaufen würde. Dann wurden wir Tauchgruppen zugewiesen, je vier Gäste in einer Gruppe.

Leider war das auch schon alles interessante an der Anfahrt, ansonsten gab es nichts zu sehen. Meine Kamera bekam kein einziges Foto ab, da die Divesites über dem Wasser schlichtweg langweilig aussahen. Einzig eine kleine Färbung im Wasser deutete darauf hin, was unter der Wasseroberfläche abging. Allerdings hatte ich mir vorher bereits eine „Einmal Unterwasserkamera“ gekauft (später erfuhr ich, dass es für acht Dollar mehr auch eine gibt, bei der man den Film wechseln kann 🙁 ). Fotos folgen hier also irgendwann mal…

Ich hatte bis zu meinem Tauchgang noch ein wenig Zeit und stieg deswegen mit meiner Stingersuit (ein Ganzkörperkondom aus dünnem Latex) ins Wasser um ein wenig zu schnorcheln. Leider war das Wetter an der ersten Position extrem schlecht, weniger als fünf Meter Sichtweite und teils sehr hohe Wellen. Deswegen blieb ich nur ein paar Minuten im Wasser.

Kurz darauf ging es dann aber auch schon ans Tauchen selbst. Viel Vorbereiten brauchte ich nicht, dafür gab es zum Glück die vielen, vielen Helfer. Ich bekam meinen Gürtel mit Gewichten, setzte mich auf die Kante am Boot und bekam dort den Tank umgeschnallt. Dann eine kurze Einführung, wie was funktioniert und dann hieß es am Steg/Sprosse festhalten und ab ins Wasser.

Als ich das erste Mal meinen Kopf unter Wasser steckte, war die Reaktion pure Panik. Sofort erinnerte ich mich wieder an den Vorfall mit vier, das dunkelgrüne Wasser und meine Panik/Angst vorm Ertrinken. Ich beruhigte mich aber schnell wieder, vor allem wegen der netten Helfer die die ganze Zeit anwesend waren und sowohl über der Wasserkante als auch unter Wasser Hilfe leisteten. Nach zwei weiteren Anläufen war ich dann sicher genug und blieb unter Wasser. Nach einem kurzen Handzeichen an meinen Instructor griff dieser dann meinen Arm und gab das Abtauchen Signal.

Ich lies die letzte Sprosse los und sofort begannen wir mit dem Abstieg. Sicher geführt am Arm ging es dann einige Meter tief. Die Sicht war hier unter Wasser noch schlechter wie über Wasser, überall nur ein grau in grau. Ich redete mir dann aber immer wieder vor, dass es nur ein Pool ist und mir nichts passiert und konzentrierte mich voll auf das richtige Atmen. So verpasste ich dann auch fast die ersten Tiere im Riff selbst.

Die Sicht war zwar auch am Boden schlecht, trotzdem konnten wir einige Tiere und natürlich Korallen sehen. Wegen des Wetters kam leider nur relativ wenig Licht an den Boden, weswegen alles eher blass wirkte. Dies kann natürlich auch an dem viel zu warmen Wasser (Temperatur: 29 Grad) liegen, denn dies ist für das Riff ungesund und kann hier sogar zum Absterben von Korallen und anderen Tieren führen.

Der Tauchgang ging etwa eine halbe Stunde. Nach dem Auftauchen schaute ich dann noch einmal auf mein SPG (das zeigt den Druck im Lufttank an) und erschrak ein wenig, denn der Luftdruck war auf das letzte Drittel im roten Bereich abgefallen. Aber gut, ich war wieder sicher auf dem Boot angekommen und war erleichtert, begeistert und umheimlich stolz. Ich hatte einen Dämon meiner Vergangenheit bezwungen… und das fühlt sich verdammt geil an.

Nach dem Tauchgang war ich relativ K.O., was aber nicht weiter schlimm war, denn kurz darauf ging es direkt weiter zur zweiten Position. Diese war weiter abgeschieden von den üblichen Stellen und nur sehr wenige Taucher kamen hier her. So haben wir die erste Stelle mit vier anderen Booten geteilt, bei der zweiten waren keine anderen Gruppen anwesend.

Zudem war die Sicht hier deutlich besser – bereits von der Wasseroberfläche aus konnte man das Riff super beobachten. So kam es dann auch, dass ich die zwei Stunden auf dieser Stelle fast ausschließlich im Wasser mit Schnorcheln verbrachte. Ich sah viele verschiedene Fische und konnte unglaublich viele, verschiedene Farben sehen. Die Vielfalt an Leben hier ist kaum in Worte zu fassen – einfach unbeschreiblich.

Nach dem Schnorcheln ging es dann direkt und auf schnellstem Weg zurück nach Cairns. Auf dem Rückweg versuchte sich der 1. Maat (oder so) noch als Selbstunterhalter und gab einige Lieder (u.a. „Land Down Under) und einige Töne auf dem Didgeridoo zu Gute. Nach der Ankunft erhielten dann alle Ersttaucher noch eine Urkunde über den Tauchgang… und ein traumhafter Tag war zu Ende.

Ja… und dann… ach, das kommt morgen.

Digitale Photomedia: Ergebnisse der finalen Aufgabe

Geschrieben am Juni 21st, 2010 von André in Fotografien, Uni / Studium

Heute gibt es mal wieder ein paar Fotos – aber nicht irgendwelche, sondern die Ergebnisse der finalen Aufgabe meines Kurses „Digital Photomedia“, den ich während meines Auslandssemesters an der University of Technology (UTS) belegte.

Der Kurs

In dem Kurs „Digital Photomedia“ wollten wir uns detailliert mit den Möglichkeiten der digitalen Fotomanipulation auseinander setzen. Hierzu studierten wir zunächst einige Fotografen in Form von Einzelreferaten der einzelnen Studenten. In den darauf folgenden Kursen referierte unser Dozent jeweils einige Möglichkeiten der Manipulation und brachte diese in einen geschichtlichen Zusammenhang, oftmals mit Exkursionen zur analogen Fotografie und der Arbeit in der Dunkelkammer.

Gleichzeitig lehrte man uns aber auch, wie wir diese Techniken selbst anwenden können. Somit bestand jede Stunde auch immer zu einem gewissen Teil aus praktischer Arbeit. Der Kurs selbst bestand zu etwa 2/3 aus einheimischen Studenten und zu etwa 1/3 aus internationalen. Hier lernte ich etwa auch Bryan kennen, mit dem ich später noch so einige Partynächte verbrachte.

Die Aufgabe

Natürlich sollte es zum Abschluß des Kurses auch eine Aufgabe geben, bei der wir unsere Fähigkeiten wie auch unsere Kreativität einbringen lassen sollten. Inspiriert von verschiedenen Künstlern sollten wir unsere ganz eigene Variante des Themas „Subjektive Realität“ (en: subjective reality) erschaffen. Dabei war uns realtiv freie Hand gelassen, so lange wir uns im etwa an das Thema hielten. Einige Studenten kamen am Ende mit nahezu perfekt retouschierten Fotografien an, während andere z.T. sehr aufwändige Fakefotos erstellten und sichtbar die Realität verzerrten.
Die drei entstandenen Fotografien sollten zudem eine zusammenhängende Serie darstellen.

Meine Idee war es von vornherein, bei den Fotografien möglichst nahe an der Realität zu bleiben. Gleichzeitig wollte ich aber auch meine Message klar kommunizieren. Ich schwankte zunävhst noch zwischen zwei Themen. Beide wurden von meinem Dozenten als durchaus machbar und gute Wahl eingestuft – nach einigem Grübeln entschloß ich mich dann aber für das Thema „Einsamkeit“ in der Gemeinschaft.

Der Hintergedanke dabei ist recht simpel – und doch so allgegenwärtig in unserer Zeit:
Eine Millionenmetropole wie Sydney bietet unglaublich viele Kontaktmöglichkeiten, und doch gibt es auch immer wieder die Gefahr des „sich verlierens“. Man kann sozusagen abtauchen in einen Strom aus Menschen und Gesellschaft, wird zu einem Teil des Strom und ist doch gleichzeitig abgespalten und allein. Oftmals hatte ich auch das Gefühl, dass gerade die speziellen Gruppen wie internationale Studenten, Working Holidays oder auch die Indischen Mitbürger schnell Gefahr laufen in genau so einen Zustand zu verfallen.

Ich wollte meine Idee dann durch geschichte Manipulation der Wirklichkeit herüber bringen. Zum einen sollte mein Fotoobjekt selbst als natürlicher, freundlicher Mensch herrüber kommen, gleichzeitig aber auch durch Farbe, Schräfeebene und Abbildungsart von der Umgebung abgelöst werden. Um den Effekt der Illosation zu verstärken habe ich mehrere Fotos übereinander gestapelt und Menschen nach Belieben herein- bzw. heraus kopiert.

Insgesamt habe ich pro Fotografie etwa 10-15 Arbeitsstunden investiert, exklusiv der Shootingzeit.

Die Fotografien

Lonely in the City (1/3)

Lonely in the City (2/3)

Lonely in the City (3/3)

Krokodile, Termiten, noch ein Wasserfall und interessante Bauten

Geschrieben am Dezember 27th, 2009 von André in Reise

Der dritte Tag fing bereits früh an, da wir hier als einzigen einen festen Termin hatten. Um acht Uhr sollten wir uns für eine Bootsfahrt einfinden. Hier wurden wir auf einen der dauerhaften Frischwasserseen mitgenommen. In der Regenzeit verbinden sich die einzelnen Seen zu einem gewaltigem, noch aber gibt es mehrere einzelne.

Der See selbst ist übersäht von verschiedenen Seerosen und Seelilien, dazu gibt es eine sehr große Vielfalt von verschiedensten Lebewesen, darunter auch den zwei in Australien vorkommenden Krokodilrassen. Wir waren also auf der Suche nach Frischwasser- wie auch Salzwasserkrokodilen. Erstere sind dabei relativ leicht zu finden, da diese sich am Uferrand aufhalten und in der Regel dort in der Sonne liegen und kleine Tiere, die sich in ihre Nähe bewegen, fressen. Dies sind vor allem Grashüpfer, Frösche oder auch andere Insekten.

Die Salzwasserkrokodile sind dagegen deutlich schwerer auszumachen, da diese sich eher in der Mitte des Flusses aufhalten und häufig tief tauchen oder aber knapp unter der Wasseroberfläche treiben. Diese Krokodile sind auch weitaus gefährlicher, da Sie deutlich größere Tiere angreifen und z.B. Auch Frischwasserkrokodile fressen. Wir haben übrigens keines zu Gesicht bekommen.

Wir sahen allerdings einige Frischwasserkrokodile, die sich am Rand des Wassers entspannten und die Sonne auf den Bauch fallen ließen. Angegriffen wurden wir nicht. Meine Kamera funktionierte bereits wieder ein wenig, allerdings hatte sich im Bildschirm ein wenig Feuchtigkeit angesammelt, die den Monitor beschlagen ließ. Auch im Gehäuseinneren hatte sich Feuchtigkeit angesammelt, die sich am inneren des Objektivs niederschlug.

Nach dem Schiffsausflug gab es an einem der Pubs unser Mittagsessen. Leider hatte unser Guide fast keine vegetarische Mahlzeit mehr. Fast… nunja, er hatten noch einen kleinen Rest Nudelmischmasch vom vorherigen Abend übrig. Ich zog es dann doch vor mein Mittagessen auf den Abend in Darwin zu verlegen.

Später am Tag fuhren wir dann noch zu einem weiteren Wasserfall. Ich entschied mich hier jedoch dazu, nicht erneut wandern zu gehen, sondern stattdessen mein Büchlein weiter zu lesen – irgendwann war mir das mit den ganzen Wasserfällen und angeblich sicheren Wanderwegen und der nicht vorhandenen Hilfe unseres „Guides“ zu blöd geworden.

Nach dem kurzen Auffenthalt beim letzten Wasserfall unserer Tour ging es dann zu den Termitenhaufen. Gerade in und um Kakadu gibt es tausende von Termitenstämmen. Diese bauen sehr beeindruckende Gebäude. Dabei gibt es vor allem zwei Arten: Die „Magnetic Termites“ und die „Cathedral Termites“. Erstere bauen ihre Bauten sehr flach und nach dem Verlauf der Sonne ausgerichtet, um eine perfekte Wärmeausnutzung in ihren Bauten zu ermöglichen, während die anderen eher runde Bauten mit Verwinklungen haben.

Das interessante ist aber, dass ein Bau der Cathedral Termites etwa einen Meter alle zehn Lebensjahre einer Königin wächst. Die größten gibt es in Kakadu und sind bis zu sieben/acht Meter hoch. Entsprechend ist die Königin also auch gut 70 Jahre alt. Stirbt die Königin, wird der Bau in der Regel mit der Zeit zerfallen und durch Regen abgetragen. Manchmal nisten sich aber auch andere Termiten in so einen Bau ein und übernehmen diesen.

Meine Kamera hatte sich bis zum Nachmittag größtenteils erholt, allerdings „brach“ der Zoomring an meinem Sigma-Objektiv bei den Termitenhügeln, weswegen dieses Objektiv mehr oder weniger nutzlos wurde. Ich kann zwar das Objektiv manuell heraus und herein schieben, allerdings braucht dies ein wenig Kraft und beim Fotografieren hilft das nur wenig. Zum Glück war das Sigma auch gleich das billigste Objektiv in meiner Sammlung.

Abends waren wir dann alle froh im Hostel angekommen zu sein und viele waren auch froh diese eher schlechte Tour hinter sich gebracht zu haben. Leider ist vieles dem Guide zu Lasten zu legen, da sich dieser schlichtweg sehr wenig Mühe gegeben hat und relativ desinteressiert schien. Entsprechend gab es dann allerdings auch ein Feedbackschreiben am Ende. Ob es was bringt bleibt jedoch zu bezweifeln, denn es gibt einfach nicht genügend Guides in Australien, als dass man hier auf welche verzichten könnte (ganz abgesehen von den zehntausenden Touristen und Backpackern, die fleissig dafür zahlen).

Eine Stadt im Norden, ein Monsun am Morgen, eine Reise ohne Sorgen

Geschrieben am Dezember 22nd, 2009 von André in Reise

Hey, der Titel reimt sich heute ja mal – irgendwie habe ich aber das Gefühl, ich sollte das lieber sein lassen. Ich hatte mich auf die Reise von Cairns nach Darwin eingestellt. Am Freitag habe ich einfach mal gefaulenzt, da ich wegen der Tauchgänge eine minimale Pause von 18 Stunden einlegen musste. Also sicherheitshalber einen ganzen Tag ausgesetzt.

Nun sollte es also wieder los gehen, der Transferbus holte mich früh am Morgen ab und ich wurde zum Internationalen Terminal gebracht. International deswegen, da mein Flug von Cairns über Darwin nach Singapur geht und daher von diesem Terminal und nicht dem Domestic abfliegt. Ich hatte vorab ja bereits mit einigen über Darwin gesprochen, darunter auch ein paar Einwohnern. Ich erwartete deswegen auch ein bis zwei Regengüsse am Tag, aber auch sehr heißes und drückendes Wetter.

Kurz nach dem Checkin dann die böse Nachricht:
Unser Flug wurde bis auf unbestimmte Zeit aufgeschoben. Der Flug selbst braucht nur etwa zwei Stunden, allerdings gab es am Samstag Morgen über dem Flughafen von Darwin monsunartige Regenfälle und somit war die Start- und Landebahn vollkommen überschwemmt. Kein Flugzeug durfte starten oder landen und die lokalen Nachrichten sprachen davon, dass innerhalb von nur einem Tag so viel Regen herunter kam, wie sonst im gesamten Januar. Ich bereitete mich also auf eine lange Wartezeit vor.

Im Buchladen auf dem Flughafen entdeckte ich dann ein schönes, dickes Buch von J.R.R. Tolkien. Ich wollte den Herrn der Ringe schon lange mal lesen und nun hatte ich hier für etwa 30 Euro ein Buch mit allen drei Büchern in der „Taschenbuch“-Variante und im Original-Englisch. Nungut, bei über 1.500 Seiten ist das Buch nicht mehr wirklich ein Taschenbuch, aber in jedem Fall genug Lesestoff für die kommenden Woche.

Der Flug selbst hatte letztlich drei Stunden Verspätung und kam dann etwa zwei einhalb Stunden verspätet in Darwin an. Das Flugzeug selbst war überraschend neu, allerdings ohne jegliche First oder Business Class. Einziges Manko… man sollte hier für alles extra zahlen, selbst für ein einfaches Glas Wasser. Also lieber drauf verzichtet und gelesen.

In Darwin angekommen erwartete mich dann nicht etwa Sonnenschein und Hitze, sondern viel, viel Regen und ein paar Gewitter. Da ich auch relativ spät ankam, konnte ich von Darwin nicht wirklich etwas sehen und blieb dann im Hostel. Allerdings gab es hier auch eine neue Zeitzone… genau 1,5 Stunden weniger als in Queensland und somit 8,5 Stunden Unterschied zu Deutschland.

Mein Hostel, das Melaluca, ist angeblich eines der neuesten in Darwin. Dafür war mein Zimmer allerdings in relativ schlechtem Zustand. Auch meine Zimmermitglieder waren sehr strange, so war einer bereits bei meiner Ankunft derart betrunken, dass dieser nicht einmal mehr sprechen konnte (und sich in der Nacht irgendwann aussperrte). Einzig schönes am Hostel selbst war der große Pool und Spa Bereich, der allerdings bei Regen eher unattraktiv war.

Außerdem traf ich hier noch ein paar Reisegefährten wieder, mit denen ich mich dann noch ein wenig unterhielt.